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MTB Sport News Mai 2025 52 - www.mtb-sport.de - die Mountainbike Seite im Netz!

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Das Lexware Mountainbike Team beim Bundesligarennen in Heubach und beim Bike-Revolution-Event in Huttwil (Schweiz) - Formcheck vor dem Weltcup - Sina  van Thiel wird beim Bundesliga-Rennen in Heubach in der U23-Klasse  Zweite, Elina Benoit Vierte und Paul Schehl beendet das U23-Männerrennen  auf Rang sechs

Das  Festival "Bike the Rock" in Heubach bietet ein breites Spektrum  unterschiedlicher Mountainbike-Disziplinen: Cross Country, Marathon,  Pumptrack und Enduro. Ergänzt wird das Event durch Dirt-Jump- und  Trial-Shows. Das Cross-Country-Rennen, das erstmals  2001 als  Hobbywettkampf ausgetragen wurde, stieg schnell zum Bundesliga-Rennen  mit HC-Status (Hors Catégorie) auf. Der Kurs im Ostalbkreis weist nur  wenige technische Schwierigkeiten auf, ist physisch jedoch sehr  fordernd. Sina van Thiel (Foto oben) vom Lexware Mountainbike Team  sicherte sich im Rennen der U23-Frauen den zweiten Platz, ihre Schweizer  Teamkollegin Elina Benoit wurde Vierte. Paul Schehl vom Lexware Team  beendete das U23-Rennen der Männer auf Rang sechs. Die  Schweizerin Elina Benoit erkämpfte sich im Bundesligarennen der  U23-Frauen trotz Atemproblemen den vierten Platz: "Ich kann es besser."

Heubach, U23-Frauen: "Ich war am Limit, aber ich wollte sie nicht vorbeilassen"
Am Ende wurde  es noch einmal ganz eng. Lange sah es so aus, als könnte Sina van Thiel  den zweiten Platz im Bundesligarennen der U23-Frauen souverän ins Ziel  bringen, doch auf einmal kam die Engländerin Ella Maclean-Howell in der  letzten von fünf Runden von hinten angerauscht und bedrängte sie kurz  vor dem Ziel. "Klar, ich habe gemerkt, dass es enger wird", sagt Sina,  "zum Glück geht es in Heubach zum Ziel hin bergab. Ich war am Limit,  aber ich wollte sie nicht vorbeilassen". Acht Zehntelsekunden  entschieden nach 77 Minuten Renndauer über den zweiten Platz, den sich  die 22-Jährige vom Lexware Team sicherte. Lange hatten sich die  Österreicherin Katrin Embacher, Sina van Thiel und ihre  Lexware-Teamkollegin Elina Benoit ein Hin und Her auf den  Spitzenpositionen geliefert. Mal war die vorne, mal die andere, dann die  Dritte. Die siegreiche Österreicherin entwischte, als sie eine  Elitefahrerin überholt hatte, die beiden Lexware-Mountainbikerinnen aber  kursbedingt nicht mehr vorbeikamen und ihr Vorwärtsdrang  rennentscheidend gebremst wurde. Anschließend löste sich Sina von Elina,  "ich konnte ihr Tempo nicht mitgehen", sagt die Schweizerin aus dem  Kanton Neuenburg. "Die Form war okay, auch die Beine waren okay", sagt  Elina, man hört heraus: mehr aber nicht.  Als die Engländerin von hinten  kam, wollte Elina mitgehen, ging aber nicht. Sie hatte Atemprobleme,  die ihre sportlichen Ambitionen immer mal wieder beeinflussen. Eine  Allergie. "Am Ende war ich müde", sagt die 20-Jährige Schweizerin,  Vierte des U23-Rennens, "ich weiß, dass ich es besser kann".

U23-Männer: "Auf den Abfahrten habe ich mich ultrawohl gefühlt. Da habe ich es richtig brennen lassen"
Von einem  soliden Rennen redet Paul Schehl nach dem sechsten Platz im  Bundesliga-Wettkampf der U23-Männer. Anfangs sah es so aus, als könnte  er mit den Besten mithalten, je länger der Wettkampf aber lief, desto  mehr machte sich der hohe Trainingsumfang in den Tagen davor bemerkbar.  "Ich war vom Start weg ziemlich müde", sagt der 20-Jährige, er habe  gleich am ersten Anstieg gemerkt, "ohh, das wird heute schwierig". Auf  den Abfahrten habe er sich "ultrawohl" gefühlt, "da habe ich es richtig  brennen lassen und kam auch immer wieder heran". An den Anstiegen jedoch  kassierte er Rückstände, die sich irgendwann summierten und nicht mehr  aufzuholen waren.

Emil Schmidt, der deutsche Juniorenmeister des Vorjahres im Trikot des  Lexware Teams, kämpfe ebenfalls mit Problemen. "Ich habe eine  Pollenallergie", sagt er. Obwohl er beim Start in einen kleinen Crash  verwickelt war, sei er anschließend gut durchgekommen und schaffte als  19. den Sprung in die Top 20. Anschließend bekam er Atemprobleme und  fiel bis auf Rang 34 zurück. In der zweiten Rennhälfte brachte er wieder  Druck aufs Pedal und erreichte als 23. das Ziel. "Das Ergebnis hätte  natürlich besser sein können, wenn ich die Probleme nicht bekommen  hätte, aber ich bin auf einem guten Weg", sagt Emil. Paul Schehl spürte die harte Trainingswoche: auf den Abfahrten brilliant, an den Anstiegen ohne den nötigen Schmackes.

Huttwil, U23-Männer: "Bin noch nicht da, wo ich sein will
Das  Blumenstädtchen Huttwil in der Schweiz bildete die Kulisse für das  zweite Event der Bike-Revolution-Serie. Nach der Enttäuschung in  Engelberg hatte sich Noel Toth vom Lexware Team eine Auszeit genommen.  Mit frischem Geist und Körper trat er zum U23-Rennen in Huttwil an. "Der  Start war okay", sagt der junge Schweizer, der seit dieser Saison für  das Lexware Team startet. Der 18-Jährige hielt sich lange unter den  besten sechs auf, "von der Rennmitte an war es dann ein Kampf". Sein  Rückstand auf die Schnellsten wurde größer, er brachte den siebten Platz  aber ins Ziel. "Es lief viel besser als in Engelberg, aber ich bin noch  nicht da, wo ich sein will", resümiert Noel und ergänzt: "Ich muss  daran arbeiten, dass ich dauerhaft in einem Rennen ein konstantes Tempo  fahren kann".

U17-Mädchen: "Oha, Clara ist Dritte und ich bin Vierte, wie geil ist das denn"
Die steilen  Anstiege, die Wiesen-Passagen und technischen Abfahrten des Kurses in  Huttwil müssten ihr liegen, das wusste Clara Hirsch, die Bestätigung  folgte im Rennen.  "Ich habe von Anfang an meinen Flow gefunden", sagt  die 15-Jährige, "ich konnte mein Tempo richtig gut durchziehen". Sie  überholte viele der vor ihr gestarteten U19-Fahrerinnen, nur zwei  Schweizerinnen waren letztendlich im U17-Rennen schneller als Carla:  "Platz drei, ich bin richtig, richtig stolz", sagt das  Lexware-Nachwuchstalent.

Nach einem miserablen Start aus der letzten Reihe - "auf der  Startgeraden war ich Drittletzte" - hatte Lina Baldauf im U17-Rennen  keinerlei Orientierung, auf welchem Platz sie liegt. "Ich habe nach dem  schlechten Start versucht aufzuholen", erzählt die 14-Jährige, was ihr  auch ganz gut gelang. Irgendwann habe sie ihre Lexware-Teamkollegin  Clara Hirsch vor sich gesehen. Eine erste Orientierung, dass sie wohl  doch ganz gut unterwegs sei, bis ins Ziel habe sie deshalb alles  gegeben. Der erste Blick ging auf die Anzeigetafel und es folgte ein  Jubelschrei: "Oha, Clara ist Dritte und ich bin Vierte, wie geil ist das  denn". Sie konnte es nicht fassen, der Verlauf des Rennens war  irgendwie schräg. Das Resümee von Lina fällt in allen Facetten "mega"  aus: "Ich bin mega happy mit meinem Abschneiden nach dem schlechten  Start. Ich hab' mich mega gefühlt, ich hatte mega Beine."

U13-Jungen: Ein besonderer Tag für Finn Laichinger: Nino Schurter überreicht die Preise
Siebter Sieg  für Finn Laichinger im siebten Saisonrennen. Auch in Huttwil konnte im  U13-Rennen keiner seiner Konkurrenten "auf einer supertechnischen und anspruchsvollen Strecke" das Tempo des Lexware-Nachwuchstalents  mitgehen. "Ich konnte meinen Plan umsetzen und am ersten Anstieg einen  Vorsprung auf meine Konkurrenten herausfahren", sagt der 11-Jährige, "es  war ein super Tag mit viel Spaß auf der Strecke". Aus dem super Tag  wurde für Finn anschließend ein ganz besonderer Tag: Denn die Preise bei  der Siegerehrung wurden von Nino Schurter übergeben, dem  erfolgreichsten Mountainbiker aller Zeiten. Wow!

Das nächste Highlight:
Beim Weltcup  in Nove Mesto (Tschechien) werden am Samstag, 24. Mai, von 9.50 Uhr an  die Short-Track-Rennen der U23-Frauen und U23-Männer ausgetragen. Über die Mittagszeit (11.30 Uhr/12.10) folgen die Short Races der Elite. Am  Sonntag beginnen die Cross-Country-Rennen um 10 Uhr mit der Frauenelite,  die Männer starten um 12 Uhr. Die U23-Frauen um 14 Uhr und die  U23-Männer um 16 Uhr runden das Wettkampfprogramm an diesem  Weltcup-Wochenende ab.

Fotos: (c) Armin M. Küstenbrück / EGO-Promotion

Weitere Informationen unter www.lexware-mountainbike-team.de

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