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Sabine Spitz - Für „Cape Epic“ an die Grenzen  

Trotz Rücktritt vom Leistungssport ist Sabine Spitz zum fünften Mal in Folge beim legendären südafrikanischen MTB Etappenrennen dabei, andere Vorzeichen als bisher Die Vorzeichen für Olympiasiegerin Sabine Spitz sind dieses Jahr andere, als bei ihren bisherigen vier „Cape Epic“- Starts, dem legendären MTB Etappen Rennen in Südafrika, das gerne auch als „Tour de France“ der Mountainbiker bezeichnet wird. Denn es gilt als eine der härtesten Prüfungen im Offroad-Radsport überhaupt.

„Es ist kein Rücktritt vom Rücktritt“ stellt die dreifache Olympia-Medaillen Gewinnerin klar. „Vielmehr ist es der Spaß und die Leidenschaft am Mountainbiken, die mich letztlich überzeugt haben dieses Jahr wieder dabei zu sein, auch wenn es eigentlich nicht geplant war. Aber die besondere Team-Konstellation mit dem Ausfall einer Fahrerin, hat den Ausschlag gegeben. Ursprünglich sollte ich als Team-Leiterin, meine Erfahrung weitergeben. Aber die Cape Epic ist eben auch etwas ganz besonderes“ sagt  die erfolgreichste Deutsche Mountainbikerin zu den Gründen, dieHerausforderung nochmals auf sich zu nehmen.

Das Rennen mit insgesamt 8 Tagesabschnitten wird am kommenden Sonntag mit dem Prolog über 20km am Fuße des Tafelbergs in Kapstadt gestartet. Danach folgen auf den restlichen sieben Etappen 627km und knappe 15.000 Höhenmeter, die es zu bewältigen gilt. Die nackten Zahlen sagen allerdings wenig darüber aus, was die rund 1200 Starter erwartet. Die Südafrikanische Wildnis im Hinterland von Kapstadt verlangt mit Hitze, Staub, und knallharten Trails den Sportlern und dem Material alles ab und jeder der ins Ziel kommt ist im Grunde genommen ein Sieger.

Dass die 20fache Deutsche Meisterin mit ihren 48 Jahren diese Strapazen im Profifeld der Damen nochmals auf sich nimmt, war nicht so geplant. Eigentlich sollte sie als Team-Leiterin den jungen Athletinnen des südafrikanischen Dormakaba-Teams zur Seite stehen. Als dann aber eine Fahrerin gesundheitsbedingt ausgefallen ist, lies sich die 7fache „Cape Epic“-Etappengewinnerin nochmals dazu überreden, die Herausforderung auf höchstem Niveau mit der jungen Amy McDougall (RSA) ein fünftes Mal in Angriff zu nehmen. „Ja, dass waren dann natürlich andere Vorraussetzungen, da ich es meiner jungen Team-Kollegin auch schuldig bin, eine gewisse Leistungsfähigkeit mitzubringen. Und wenn ich ehrlich bin, war die intensive Vorbereitung wirklich hart und hat mich an meine physischen Grenzen gebracht. Denn Rest werde ich hoffentlich mit meiner Erfahrung kompensieren können. Und das wir jetzt kein Siegerteam sind, dürfte auch klar sein“ so Sabine Spitz.

Einen ersten Testlauf haben die beiden schon hinter sich. Gemeinsam belegten sie beim dreitägigen „Tankwa Trek“ in Wellington/Südafrika Anfang Februar Platz 6. „Wir fuhren einen guten Rhythmus und hatten im südafrikanischen „Outback“– was noch wichtiger war– trotz aller Leiden gemeinsam viel Spaß. Die weitere Vorbereitung lief seither planmäßig“ berichtet die Ex-Weltmeisterin.

Damit scheinen die Voraussetzungen gegeben, die Cape Epic auch ein fünftes Mal erfolgreich zu meistern. Allerdings weiß Sabine Spitz aus eigener Erfahrung, dass in den acht Tagen extrem viel passieren kann. „Deshalb ist es mein größtes Ziel, dass wir zusammen gut im Zielort Paarl am kommenden Sonntag ankommen“.


Weitere Informationen unter www.sabine-spitz.com

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