Bei Orbea beginnt eine neue Leistungs-Ära - Orbea präsentiert die neueste Version des firmeneigenen RS-Konzepts, mit Fokus auf dem Fahrerlebnis und nahtloser Technologie, die jeden Moment auf dem Bike besser macht.
Orbea führt das Rallon RS ein – ein Bike, das in der Branche eine mutige neue Richtung einschlägt. Die Basis des Rallon RS bildet Orbeas RS-Philosophie (Rider Synergy). Deren Innovationskraft hebt das Fahrerlebnis auf ein neues Niveau, das Trailfahren ohne Kompromisse ermöglicht. Eine subtile Unterstützung erleichtert das Bergauffahren, bergab bleibt das Fahrgefühl satt, präzise und vorhersehbar. Mit einer Fahrwerkssteuerung der nächsten Generation und fortschrittlichen Smart-Funktionen definiert das Rallon RS die Ansprüche an das Trailbike der Zukunft neu. Das Rallon RS folgt weder Trends noch Marktdruck. Es ist ein Produkt der genossenschaftlichen Struktur von Orbea, in der alle ein Mitspracherecht haben – von Aktiven über Design- bis hin zu Technikteams, die die Bikes bauen und fahren. Mit diesem Modell hat das Unternehmen mehr Freiheit, langfristige Ideen zu verfolgen, kalkulierte Risiken einzugehen und externe Partner in Gestaltungs- und Entwicklungsprozesse einzubeziehen. Das Rallon RS entstand, um Fragen zu stellen, Grenzen zu verschieben und einen alternativen Weg im Mountainbiken zu erkunden. Die Erkenntnisse aus diesem Projekt werden in Orbeas zukünftige Hochleistungsbikes einfließen und der Branche neue Perspektiven auf Innovation und Fahrerlebnis eröffnen.
1. Nahtlose Integration: Das System als Einheit
Mit dem Rallon RS hat Orbea ein ganzheitliches System geschaffen, das Fernbedienung, Motor, Schaltung, Variostütze, Fahrwerk und einen zentralen Akku miteinander verbindet. Die gemeinsame Energieversorgung vereinfacht das Laden und sorgt für cleane Optik. Gleichzeitig ermöglicht das firmeneigene Kommunikationssystem den Datenaustausch aller Komponenten in Echtzeit – ein völlig neuer Ansatz mit neuen Möglichkeiten. Das RS-HMI-Control-System (Human Machine Interface), das bereits Anfang des Jahres mit dem Rise vorgestellt wurde, bekommt beim Rallon RS deutlich mehr Funktionen. Motor-Modi, Fahrwerksprofile und intelligente Funktionen der Variostütze lassen sich steuern, ohne die Hände vom Lenker zu nehmen. Solche Fortschritte sind selten, da sie nicht von einer Marke allein realisiert werden können. Um dies möglich zu machen, fragte Orbea TQ und Fox für eine gemeinsame Entwicklungsarbeit an. Beide Unternehmen erkannten sofort das Potenzial, ihre Technologien weiterzuentwickeln, und stimmten zu, ihre Systeme für eine Zusammenarbeit zu öffnen – ein branchenweit einzigartiger Schritt. Orbea macht im Hinblick auf smarte Technologien keine überzogenen Versprechungen. In diesem Fall stellt das System jedoch einen echten Leistungssprung im Mountainbike-Bereich dar. Die Technologie verknüpft den eigenentwickelten Fox eNEO Live Valve-Dämpfer, die MC10-RS-Variostütze von Orbea und den TQ-Motor, sodass jede Komponente auf Basis gemeinsamer Daten reagieren kann. Dadurch ergeben sich neue Funktionen:
- Motordaten steuern das Fahrwerk: Der Dämpfer erhält Informationen wie Trittfrequenz, eingebrachte Tretleistung, Motorleistung und Geschwindigkeit direkt vom TQ-Motor. Orbeas spezifische Algorithmen nutzen diese Daten, damit das Fahrwerk vorhersehbar und schnell reagiert.
- Die Position der Variostütze beeinflusst das Fahrwerk: Die MC10-RS-Variostütze übermittelt ihre exakte Position mehrmals pro Sekunde über einen optoelektronischen Time-of-Flight-Sensor – eine Premiere in der Branche. Ist die Sattelstütze abgesenkt, bleibt der Dämpfer vollständig offen, um die Leistung bergab zu optimieren.
- Der Motor passt sich an Gelände und Fahrposition an: Der TQ-Motor erkennt, wenn das Bike bergab ausgerichtet ist und die Variostütze abgesenkt wurde und passt die Unterstützung entsprechend an, um in technischem Gelände nicht unerwünscht einzugreifen. Diese Funktionen sind nur möglich, weil alle Komponenten als Gesamtsystem arbeiten und Daten in Echtzeit austauschen.
2. Subtile Unterstützung: Kompromisslos bergauf
Viele Longtravel-Bikes fahren angeblich ebenso gut bergauf wie bergab, doch oft unterstützt der Motor so, dass Anstiege keinen Spaß mehr machen. Orbea hat sich für einen anderen Weg entschieden. Ziel war es, das Tretgefühl bergauf zu verbessern und die typischen Kompromisse zu reduzieren, die durch das zusätzliche Gewicht eines Longtravel-Chassis und den Rollwiderstand aggressiver Reifen entstehen.
Orbea arbeitete eng mit TQ zusammen, um deren leichtesten und leisesten Motor für den Einsatz in Longtravel-Trailbikes anzupassen. Das firmeneigene RS-Tuning unterstützt schnell, nahezu geräuschlos und überdeckt nie die Leistung der Person auf dem Sattel. So entsteht ein gleichmäßiges, natürliches Fahrgefühl bergauf, bei dem benötigter Krafteinsatz und befriedigendes Gefühl danach dem eines mechanischen Bikes entsprechen. Deshalb bezeichnet Orbea das Rallon RS nicht als E-Bike, sondern als Trailbike, das den nächsten Entwicklungsschritt im Mountainbiken darstellt. Der kompakte TQ HPR40-Motor liefert bis zu 200 W Spitzenleistung und 40 Nm Drehmoment in Form eines leichten, unauffälligen Pakets. Größe und Gewicht ermöglichen es Orbea, die bewährte Fahrwerkskinematik des Rallon, das ausgewogene Handling und den niedrigen Schwerpunkt beizubehalten – alles entscheidend für eine starke Leistung bergab. Der 290-Wh-Akku reicht je nach Fahrergewicht und Unterstützungsstufe für 1.200 bis 1.800 Höhenmeter bergan. Für längere Touren lässt sich optional ein 160-Wh-Range-Extender ergänzen, der die Gesamtreichweite um 55 % erhöht.
3. Leistung bergab: Vertrauen, neu definiert
Grundlage für das Rallon RS war ein Konzept für maximale Abfahrtsleistung: das im Downhill-Weltcup entwickelte Orbea Rallon. Durch den tief und mittig positionierten Motor und Akku fährt sich das Rallon RS selbst in ruppigem Gelände extrem ruhig und kontrolliert. Das Rallon RS entstand mittels Orbeas höchster Carbonbaukunst. Jedes Detail – von der Pressung bis zum spezifischen Layup – ist konsequent auf Präzision ausgelegt. Das aktuelle Carbon-Layup ist das bislang fortschrittlichste von Orbea. Es erfordert mehr Fertigungszeit, reduziert jedoch Überlappungen und Materialabfall, da Carbon nur dort eingesetzt wird, wo es für optimale Steifigkeit und Festigkeit notwendig ist. Die Geometrie des Rallon RS wurde über Jahre hinweg im Downhill-Einsatz verfeinert, lässt sich aber dennoch an individuelle Vorlieben anpassen. Dank einer speziellen Umlenkung lässt es sich als Full-29”-Setup oder Mullet fahren, ohne die Geometrie zu verändern. Der Flip-Chip senkt das Tretlager um 8 mm und flacht den Lenkwinkel um 0,5° ab. Zusätzlich lässt sich der Steuersatz verstellen und der Lenkwinkel so um ±0,75° anpassen. Wie bei allen Mountainbikes von Orbea kommt auch beim Rallon RS das Steep-’n’-Deep-Prinzip zum Einsatz: Alle Rahmengrößen nehmen eine bis zu 210 mm lange Variostütze vollständig auf, bei Größe L und XL sogar Modelle bis zu 240 mm.
Der Weg nach vorn
Orbea zeichnet den Weg in die Zukunft vor. Ein Weg, auf dem langfristig gedacht wird, Marken zusammenarbeiten und der gemeinsame Anspruch lautet, das Fahrerlebnis einfacher und besser zu machen. Das Rallon RS ist ein Projekt mit klarem Fokus, entwickelt für ein spezifisches Einsatzprofil. Ziel ist es, auszuloten, was möglich ist, wenn Leistung und Innovation den Entwicklungsprozess bestimmen. Die Erkenntnisse aus diesem Projekt werden zweifellos in künftige Orbea-Bikes einfließen.
Fotos: (c) Orbea
Weitere Informationen unter www.orbea.com/de-de/