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MTB Sport News August 2025 58 - www.mtb-sport.de - die Mountainbike Seite im Netz!

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Das Lexware Mountainbike Team beim Mountainbike-Weltcup in Les Gets (Frankreich) - Noch Luft nach oben - Elina Benoit und Paul Schehl vom Lexware Mountainbike Team beim letzten Weltcup vor der WM in den Top Ten

Der  letzte Weltcup vor einer Weltmeisterschaft läuft immer unter besonderer  Beobachtung ab. Das war dieses Mal in Les Gets (Frankreich) nicht  anders. Die nationalen Verbände schauen da ganz genau hin, ebenso die  Trainer und natürlich auch die Athleten selbst, die wissen wollen, wo  sie leistungsmäßig acht Tage vor Beginn der Welttitelkämpfe in der  Schweiz stehen. Die Schweizerin Elina Benoit (Foto oben) und Paul Schehl  haben  bei den Cross-Country-Rennen in Hochsavoyen mit den Rängen  sieben und neun bewiesen, dass sie zur Weltspitze in der U23-Klasse  gehören. Da beide schon einen Weltcup in dieser Saison gewonnen haben,  besteht formmäßig noch Luft nach oben. Auch Sina van Thiel gehört zu den  weltbesten U23-Mountainbikerinnen, allerdings hat sie ein Sturz im  Höhentrainingslager in Davos trainingsmäßig weit zurückgeworfen. Sie war  beim Weltcup in Les Gets nicht am Start, will aber bei der WM in Wallis  dabeisein.

Short Track: Viele Stürze im Rockgarden
In den  Short-Track-Rennen (XCC) der Elite war der Rockgarden plötzlich nicht  mehr Teil des Kurses. Für Paul Schehl kamen Einsicht und Änderung der  Organisatoren zu spät, denn er war in der U23-Klasse einer der  Leidtragenden, die dort gestürzt waren. Did not finish (DNF), er konnte  das Rennen nach dem Sturz in der dritten von zehn Runden nicht  fortsetzen. Auch Elina Benoit, die zweite qualifizierte XCC-Starterin  des Lexware Mountainbike Teams, hatte im Rennen der U23-Frauen bei der  Fahrt über die großen Gesteinsbrocken ihre Schwierigkeiten: Nach einem  guten Start und stetig Positionen unter den besten fünf habe sie  mehrmals im Rockgarden gepatzt: "Da habe ich Plätze und Zeit verloren".  An ein Aufholen des verlorenen Terrains ist in den kurzen  High-Speed-Rennen nicht zu denken. Elina wurde Zwölfte, ging jedoch mit  "einem sehr guten Gefühl" aus dem Wettkampf, "da ich mich an den  Anstiegen stark gefühlt habe und attackieren konnte".

Daniel Berhe, Teammanager des Lexware Mountainbike Teams, sagt zur  Short-Track-Schlüsselstelle "Rockgarden" in Les Gets: "Die U23-Frauen  haben in ihrem Rennen Dreck und Matsch auf die Steine gezogen,  anschließend sind bei den U23-Männern viele weggerutscht und gestürzt."  Sechs der 40 Starter haben das XCC-Rennen nicht beendet, eine hohe  Quote, die Sturzquote lag noch deutlich höher. Für die zwei Tage später  stattfindenden Cross-Country-Rennen wurde die Rockgarden-Passage deshalb  modifiziert.

Die Lexware-Starter in den Cross-Country-Rennen - Elina Benoit, 7. Platz bei den U23-Frauen. Zum Rennen: In der Startphase fiel die Schweizerin etwas zurück, mit  Beharrlichkeit kämpfte sie sich aber schnell wieder unter die ersten  zehn. Mit zwei, drei ihrer Landsfrauen und der Italnierin Sara  Cortinovis kämpfte sie um den fünften Platz, war Sechste, Siebte, wieder  Sechste - und im Ziel Siebte.  Ihre Aussagen zum Rennen: "Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen,  weil ich sehr konstant und sehr sauber gefahren bin. Ich hatte auch  nicht viel Abstand zum Podium. Im Kampf um Platz sechs hatte die  Italienerin etwas mehr Explosivität am Ende."

Antonia Weeger, Rang 33 im Feld der 63 U23-Starterinnen - Zum Rennen: Gestartet von Platz 50 machte Antonia nach und nach Plätze  gut, war sogar mal 31., gab hinten raus aber wieder zwei Positionen ab.  Ihre Aussagen zum Rennen: "Mit Rang 33 bin ich mega zufrieden. Ich  konnte mein Rennen fahren, ich habe konstant aufgeholt, es hat Spaß  gemacht. Ich hatte im Rennen ein viel besseres Gefühl als letztes Mal.  Ich bin wirklich mega happy."

Paul Schehl, 9. Platz im U23-Rennen der Männer
Zum Rennen: Aufgrund seiner Aufgabe im Short-Track-Wettkampf musste der  21-Jährige aus der dritten Reihe ins Cross-Country-Rennen gehen. Schnell  etablierte er sich jedoch unter den ersten zehn. Platz sechs war sein  bestes Zwischenergebnis. Gegen Ende des Rennens kämpfte er mit dem  Niederländer Rens Teunissen van Manen um den neunten Platz. Hallo, da  war doch was? Ja genau, das selbe Duell hatte es bei Pauls Weltcupsieg  in Nove Mesto gegeben und wie in Tschechien auch dieses Mal mit dem  besseren Ende für den Mountainbiker vom Lexware Team. Im Zielsprint  hätte sich Paul fast noch den Achten geschnappt, der Rückstand betrug  nur noch eine Sekunde.

Seine Aussagen zum Rennen: "Mein Rennen war ganz solide. Ich bin gut  gestartet, konnte aber nicht so weit vorfahren, wie ich wollte. Als  Folge des Sturzes im Short Track hatte ich im Cross-Country-Rennen  Probleme mit dem rechten Oberschenkel und linken Sprunggelenk. Ich habe  dennoch eine ganz gute Pace angeschlagen und konnte in den ersten Runden  vorfahren bis auf Platz sechs. Es war ein ständiges Auf und Ab bei den  Positionen. Dann hat mein Rücken zugemacht, wohl aufgrund der Probleme  im Oberschenkel und Sprunggelenk, das war nicht optimal. Neunter Platz  ist ein sehr gutes Ergebnis, ich bin happy damit."

Noel Toth, Rang 53 im Feld der 101 U23-Starter
Zum Rennen: Noel hatte die monströse Aufgabe, von Startplatz 92 ins  Rennen zu gehen und daraus etwas Positives zu schafffen. Es ist ihm  tatsächlich gelungen. Stetig wie ein Schweizer Uhrwerk arbeitete er sich  über die siebziger und sechziger Ränge nach vorne und erreichte  schließlich die Mitte des massigen U23-Feldes. Von 92 auf 53 im ersten  U23-Jahr, der 18-jährige Schweizer ist ein Kämpfer.

Seine Aussagen zum Rennen: "Mein Start war schlecht, ich kam nicht  wirklich vom Fleck und wurde auch mehrmals eingeklemmt. Das ist normal,  wenn man so weit hinten startet. Auch danach kam ich nicht wirklich in  meinen Rhythmus, dennoch versuchte ich einen nach dem anderen zu nehmen.  Mitte des Rennens fühlte ich mich besser und konnte aufs Gas drücken.  Das war jetzt nicht das, was ich mir erhofft habe, es war aber auch  nicht wirklich schlecht. Ich muss im ersten U23-Jahr einfach Geduld  haben und mich Schritt für Schritt nach vorne arbeiten."

Nicholas Konecny, Aufgabe in der zweiten Runde des U23-Rennens
Nicholas befand sich nach einer langen gesundheitlichen Zwangspause im  Sommer auf dem schwierigen Weg zurück ins Wettkampfgeschehen. Zum Rennen: Zu Beginn machte der junge Amerikaner im XCO-Rennen in Les  Gets schnell Boden gut, brauste von Platz 62 auf 36 vor - er ist für  seine Explosivität bekannt. Doch seine rasante Aufholjagd endete abrupt:  Bei einem Sprung kam er bei der Landung ins Straucheln und stürzte  heftig. Die Schockdiagnose: das Kahnbein zweimal gebrochen, zwei Finger  und den Ellbogen gebrochen. Teammanager Daniel Berhe: "Er fliegt morgen  zurück in die USA und wird dort gleich operiert."

Das nächste Highlight:
Im Wallis in  der Schweiz werden im September in sieben verschiedenen MTB-Disziplinen  die Besten der Welt ermittelt. Die Medaillen im Short Track werden am  Dienstag, 9. September, von 15.30 Uhr an in Zermatt ausgefahren. Crans  Montana ist vom 11. September bis 14. September Schauplatz der  Cross-Country-Rennen. Den Kampf um die WM-Titel eröffnen am Donnerstag,  11. September, die nationalen Staffeln. Die Juniorinnen und Junioren  (U19-Klasse) sind am 12. September dran, tags darauf fahren die  U23-Männer und Elitefrauen um Titel, am Sonntag, 14. September, folgen  die U23-Frauen und die Elite der Männer.

Fotos: (c) Staron Photo

Weitere Informationen unter www.lexware-mountainbike-team.de

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