Das Lexware Mountainbike Team beim Swiss Bike Cup in Basel - Elina Benoit beim Bikefestival in Basel Dritte - Elias Hückmann sprintet bei den Junioren auf Rang vier / Emil Schmidt und Noel Toth mit starken Leistungen in der Klasse U23
"Das Wetter war top und die Stimmung auch", erzählt Daniel Berhe, der Teammanager der Lexware Mannschaft, nach dem Höhentrainingslager in Davos, "wir konnten dort optimal mit dem Rennrad und Bike trainieren". In den Schweizer Bergen hat sich das Team auf die zweite Saisonhälfte mit vier Weltcups und der darin eingebetteten Weltmeisterschaft vorbereitet. Beim Bikefestival in Basel, fünftes Rennen des Swiss Bike Cups und höchste internationale HC-Kategorie, testeten die Lexware-Starter ihre Form nach dem Höhentrainingslager. Elina Benoit (Foto oben/rechts) erkämpfte sich bei den U23-Frauen acht Sekunden hinter der Siegerin den dritten Platz. Überzeugen konnten auch Emil Schmidt und Noel Toth im Cross-Country-Rennen der U23-Männer mit den Rängen zehn und elf. Elias Hückmann zeigte im Wettkampf der UCI Junior Series eine starke Leistung und erreichte als Vierter das Ziel.
Emil Schmidt und Nicholas Konecny klopfen vorne an
Nicholas Konecny und Emil Schmidt vom Team Lexware legten einen Raketenstart hin und führten das U23-Feld auf der Pferderennbahn Schänzli kurz an. "Es war wichtig, da vorne zu sein", sagt Emil Schmidt, "weil der Kurs anschließend sehr eng wurde". Dass das eroberte Terrain nicht dauerhaft zu verteidigen sein würde, war ihnen bewusst, sie haben jetzt vorne einfach mal angeklopft. Emil fand sich anschließend im Kampf um einen Top-Ten-Platz wieder. "Ich konnte mich in einer großen Gruppe gut positionieren", sagt er, anschließend setzte er sich mit vier weiteren Fahrern ab. "In der letzten Runde konnte ich am Anstieg das Tempo nicht mehr mitgehen, ich musste reißen lassen. Mit Rang zehn bin ich aber super happy", sagt Emil.
Nicholas spülte es nach der starken Startphase in die Regionen um Rang 20 zurück. "Der Start war großartig, anschließend musste ich aber schon sehr kämpfen", sagt der US-Boy, der seit dieser Saison für Lexware startet. "I had a hard time", gesteht er, es sei schwierig gewesen, den Flow bis ins Ziel aufrechtzuerhalten. Rang 21 ist dennoch eine famose Leistung in dem internationalen Klassefeld, da der 19-Jährige im Sommer krankheitsbedingt lange Zeit pausieren musste.
Eine ganz andere Strategie ergab sich für den Schweizer Noel Toth im U23-Rennen der Männer aufgrund der Rennsituation. "Der Start war hektisch", sagt der 18-Jährige aus dem Kanton Bern, er fiel auf den 35. Platz zurück. "Anschließend konnte ich Runde für Runde jedoch gut pushen und mich stetig nach vorne arbeiten." Phasenweise fuhr er Seite an Seite mit seinen Teamkollegen Nicholas Konecny und Emil Schmidt, "das war cool und hat Spaß gemacht". Noel, der in dieser Saison schon oft mit seinen Leistungen gehadert hatte, war mit seiner Performance in Basel sehr zufrieden: "Das fühlte sich das erste Mal wieder richtig gut an. Ich hatte bis zum Schluss Energy."
Elina Benoit: "Mal wurde langsam gefahren, mal schnell angetreten"
Die Schweizerin Elina Benoit hat sich in dieser Saison auch schon mit starken Leistungen im Weltcup hervorgetan. "Es war eine Stunde lang Short Track", sagt sie schmunzelnd nach dem schnellen Cross-Country-Rennen der U23-Frauen in Basel. "Die Strecke ist sehr flach mit vielen Singletrails, es wird daher sehr taktisch gefahren." Elina hielt sich von Beginn an in der großen Spitzengruppe auf, sie war nie schlechter als Rang vier positioniert. "Manchmal fuhren wir langsam, dann wurde wieder schnell angetreten", sagt die 21-Jährige aus dem Kanton Neuenburg. Im Sprint um den Tagessieg zog Elina gegen zwei Konkurrentinnen den Kürzeren, "in so explosiven Sachen sind sie stärker, mit Rang drei und meiner Leistung bin ich aber sehr zufrieden."
Elias Hückmann: "Die Strecke war mal was anderes"
Die Strecke in Basel hat Elias Hückmann viel Spaß gemacht: "War mal was anderes", sagt er. Von Startplatzl 14 hat er gut ins Rennen gefunden, was seine Form anbetrifft, wusste er nicht, wo er nach zwei Wochen Höhentrainingslager in Davos steht. Er hatte eine gute Verfassung mit nach Basel gebracht, hielt sich beständig unter den ersten drei auf, als die entscheidende Attacke lanciert wurde, musste der 17-Jährige "aufgrund einer unglücklichen Situation kurz einen Fuß setzen". Er konnte wieder aufschließen und sicherte sich im Sprintfinish mit einem Schweizer knapp den vierten Platz. "Bin sehr zufrieden damit und freue mich auf die WM."
18. Saisonsieg für Finn Laichinger
Finn Laichinger (Foto unten) kann auch flach. Der Seriensieger in der U13-Klasse hat sich auch auf dem flachen Kurs in Basel durchgesetzt. "Das Rennen war sehr schnell und taktisch geprägt", berichtet Christof Laichinger, Finns Vater, "auf dem Kurs ohne Höhenmeter hatte Finn einige Ausreißversuche unternommen, konnte sich aber nicht entscheidend absetzen". In der letzten Runde gelang es dem Zwölfjährigen, "eine kleine Lücke zu reißen", die er bis ins Ziel erfolgreich verteidigen konnte. Der Gesamtsieg in der Rennserie um den Swiss Bike Cup ist Finn nicht mehr zu nehmen, seine beeindruckende Saisonbilanz steht jetzt bei 18 Siegen.
Das nächste Highlight:
In Hochsavoyen wird der nächste Cross-Country-Weltcup ausgefahren. Am Freitag von 16.15 Uhr an gehen die Klassen U23 und Elite auf den Short-Track-Kurs. Am Sonntag ermitteln die U23-Frauen ihre Besten auf der Cross-Country-Runde in Les Gets, um 11 Uhr sind die U23-Männer dran. Um 13 Uhr startet die Frauenelite, zwei Stunden später folgen die Männer. Les Gets ist der Lieblings-Weltcup von Lexware-Mountainbiker Paul Schehl.
Fotos: (c) Armin M. Küstenbrück / EGO-Promotion
Weitere Informationen unter www.lexware-mountainbike-team.de