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MTB News > Juni 2011
Team Multivan - Merida: José Hermida: «Ich will das Pech der letzten Monate hinter mir lassen»
Am Samstag geht der Mountainbike-Weltcup in Kanada in die vierte Runde. Für das «Multivan Merida Biking Team» ist es eine Rückkehr zu einem siegreiches Territorium. José Hermida sicherte sich im September 2010 auf dieser Rennstrecke den Weltmeistertitel und bescherte dem Mountainbikesport einen der emotionalsten Momente seiner Geschichte. Im Interview sagt der Spanier, wie er die Rückkehr an die Stätte des Erfolgs empfindet und wie der Weltmeistertitel sein sportliches Leben verändert hat.
Das Weltcuprennen am Samstag wird auf der selben Strecke stattfinden, auf der du letztes Jahr den Weltmeistertitel gewonnen hast. Mit welchen Gefühlen blickst du nun dem Rennen entgegen?
Als ich vor ein paar Tagen zurück nach Mont Sainte-Anne kam, sind mir alle Erinnerungen der Weltmeisterschaften zurückgekommen. Dann habe ich schnell realisiert, dass ich zu träumen aufhören und mich auf den Samstag konzentrieren muss. Ich bin nun wieder zurück in der Realität und ich will nach zwei katastrophalen Weltcuprennen in Europa hier wieder zurück aufs Podium.
In diesem Jahr wir haben dich noch nie auf einem Weltcup-Podest gesehen. Was ging schief?
Mein Start in die Saison habe ich mir unbestritten anders vorgestellt. Aber so ist der Rennsport! Manchmal ist das Glück auf deiner Seite, manchmal auch nicht. Ich hoffe nun, hier in Mont Sainte-Anne und danach in Windham, die Situation drehen zu können.
Jeder Mountainbike-Rennfahrer träumt vom Regenbogen-Trikot. Ist dieses für dich seit dem Sieg bei den Weltmeisterschaften zu einer aussergwöhnlichen Motivation oder eher zur grossen Belastung geworden?
Es ist beides! Zuerst ist es etwas ungewöhnlich, wenn du stets im Mittelpunkt stehst. Aber dann realisiert man, dass im Rennen alle immer den Weltmeister schlagen möchten. Ich bin gewissermassen der Gegner Nummer 1 für alle. Ich habe nun weniger Freunde auf dem Rennplatz. Im Ernst: Man spürt als Weltmeister tatsächlich einen hohen Druck, aber das ist ein Teil des Spiels. Wenn man dieser Situation positiv begegnet, ist sie kein Problem.
Wie fühlst du dich gerade? Sehen wir am Samstag einen Hermida auf seiner Lieblingsstrecke an der Spitze?
Nach den zwei Weltcup-Rennen in Europa habe ich erstmal eine Pause gebraucht. Jetzt bin ich aber voll fokussiert auf die anstehenden Weltcup-Rennen. Aber auch die Europa- und die Weltmeisterschaften danach sind beides grosse Ziele für mich. Hier in Mont Sainte-Anne fühle ich mich sehr wohl, und die Rennstrecke gehört zu meinen Favoriten. Ich hoffe wirklich, hier erneut erfolgreich sein zu können. Aber das Wichtigste wäre vor allem, das ganze Pech endlich hinter mir lassen zu können.
Weitere Informationen unter www.team-multivan-merida.com