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MTB News > Juni 2011

MONTEBELLUNA, großer Show-Down für die Marathon-Weltmeisterschaften - Weltmeistertitel gehen an den Schweizer Sauser und die Dänin Langvad


Sonne und Hitze. Menschenmassen am Start und auf der Strecke. Eine spezielle, eine weltmeisterliche Atmosphäre. Ein Favoritensieg bei den Herren mit dem Schweizer Christoph Sauser (bereits Weltmeister 2007 und 2008), eine kleine Überraschung jedoch mit dem Triumph der Dänin Annika Langvad, die es verstanden hat, ihr Karten im Finale geschickt auszuspielen.

HERREN (115,7 km, 2860 Aufstiegshöhenmeter)
Den Anfang des Rennens kontrolliert die italienische Nationalmannschaft, aber langsam zerfällt das Peloton und eine 30-Mann starke Gruppe bleibt bei km 40 vorne. Eine entscheidende Aktion ist der Angriff von den 4 Fahrern um km 70: Sauser, Absalon, Kulhavy und Böhme. Sauser und Kulhavy ziehen durch, während Celestino auf Böhme aufschließt. Ein Forcing von Sauser leitet seinen schlussendlichen Alleingang Richtung Ziel und Richtung Weltmeistertitel ein. Silber geht an den Tschechen Kulhavy, Bronze and den Italiener Celestino.

FRAUEN (98,3 km, 2290 Aufstiegshöhenmeter)
Bereits bei km 7 zerbröselt das Fahrerinnenfeld. Die letztjährige Weltmeisterin Esther Süss gibt die Pace an, mit der Italienerin Calvetti und der Engländerin Bigham in ihrem Hinterrad: 23 Fahrerinnen verbleiben in der Vordergruppe. Die Schweizerin Luethi nimmt Reißaus, es bleibt eine Zehnergruppe mit den möglichen Siegerinnen hinten: Spitz, Brandau, Süss und Langvad, verfolgt von Pia Sundstedt, während Gunn-Rita Dahle Flesjaa abreißen lassen muss. Im entscheidenden Moment forciert die Dänin Langvad das Tempo, Spitz und Süss bleiben noch bei ihr. Mit erhobenen Armen erreicht Langvad als Erste das Ziel, Spitz gewinnt Silber und Süss Bronze.

Statements der Gewinner:
Christoph Sauser (Schweiz), Marathon-Weltmeister 2011: „Ich bin zutiefst beeindruckt von den Zuschauern, dies ist sicherlich eine der größten Weltmeisterschaften, die ich erlebt habe. Als wir zu viert vorne geblieben sind, war es wichtig, dran zu bleiben. Ich habe mich immer gut gefühlt und möchte mir auch bei meinen Teamkollegen bedanken. Es war ein bewegender Moment, in dieses Mountainbike-Stadium hier in Montebelluna einzufahren.“

Jaroslav Kulhavy (Tschechische Republik), Silbermedaillengewinner: „Ich habe versucht, mit Sauser mitzuhalten so lange es ging, aber leider war heute gegen ihn nichts zu machen. Ich bin aber sehr zufrieden mit meinem zweiten Platz, vor allem auch, weil ich nicht wusste, wie es um mich stand, nachdem ich vor zehn Tagen diesen großen Unfall hatte.“

Mirko Celestino (Italien), Bronze: „Zuallererst möchte ich mich bei meinen Teamkollegen bedanken, denn auch als ich einen platten Reifen hatte, sind sie mir beigestanden und haben mir die nötige Ruhe damit verschafft. Bis hin zu den letzten 20 km habe ich an meine Chance geglaubt, ich habe versucht, das Tempo zu verschärfen, aber gegen die zwei Leaders war nichts mehr zu machen. Ich habe mich dann auf den dritten Platz konzentriert. Diese WM war mein Saisonshöhepunkt und diese Bronze ist für mich wie Gold.“

Annika Langvad (Dänemark), Marathon-Weltmeisterin 2011: „Ein bisschen überrascht bin ich sogar selbst, aber dennoch wusste ich von Anbeginn, dass ich in super Form war und ich fühlte mich hervorragend während des gesamten Rennens. Ich bin ruhig geblieben und Kilometer nach Kilometer habe ich mich immer sicherer gefühlt. Als ich attackiert habe und alleine vorne geblieben bin, hat mich nichts mehr gehalten.“

Somit fällt der Vorhang für die UCI Marathon-Weltmeisterschaften 2011, ein großartiger Erfolg für die Organisatoren Pedali di Marca und Ausklang und Krönung einer dreijährigen Herausforderung, die sie sich gestellt haben, gemeinsam mit der Austragung der italienischen Meisterschaft 2009 und den Europameisterschaften 2010.

Ergebnisse auf www.gunnritamarathon.com und www.veneto2011.it


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