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MTB News > August 2010
central Pro Team: Positives Saisonfinale im Weltcup
Lisi Osl wird Fünfte beim Weltcup in Windham, Anja Gradl nach Defekt auf Platz 21
Lisi Osl durfte beim Finale der Weltcup-Serie 2010 einen versöhnlichen Abschluss einer durchwachsenden Weltcup-Saison feiern. Die Österreicherin vom central Pro Team fuhr beim Weltcup-Finale in Windham, im US-Bundesstaat New York, als Fünfte zum dritten Mal in dieser Saison auf das Podium. Damit schob sie sich im Gesamtklassement noch auf den sechsten Rang. Anja Gradl wurde nach einem Defekt noch 21.
„Endlich wieder Rennen gefahren.“ Das war der Kernsatz im Statement von Lisi Osl nachdem sie in Windham das Ziel erreicht hatte. Der Satz bedurfte natürlich einer Erklärung. „Ich bin wieder Rennen gefahren. Gegen die Konkurrenz und nicht gegen mich selbst.“ Im Gegensatz zu den letzten beiden Weltcup-Wettbewerben, als sie sich mehr mit den begrenzenden Faktoren des eigenen Körpers herum schlug, konnte sie in Windham ihr Rennen wieder aktiv gestalten. „Ich habe verhalten angefangen, weil ich damit gerechnet habe, dass es ein langes Rennen wird und ich wollte mich eine Woche vor der WM nicht kaputt fahren. Das steckt sonst in den Beinen drin“, erklärte sie warum man sie nach einer Runde nur auf Rang zwölf vorfand. Die Strategie der Tirolerin ging auf. Nach der zweiten von fünf Runden lag sie schon auf Rang acht und hatte die Podiumsplatzierung in Reichweite. Während die Konkurrentinnen langsam abbauten, blieb der Tritt von Lisi Osl konstant. In der letzten Runde konnte sie die Amerikanerin Willow Koerber noch von Platz fünf verdrängen, mit 3:41 Minuten Rückstand auf Catherine Pendrel (Kanada, 1:39:48 Stunden) konnte Lisi Osl die Ziellinie überqueren und den Weg zur Siegerehrung antreten. „Ich bin total Happy, dass ich es wieder aufs Podium geschafft habe“, sagte sie. Sie blickte gleich mal sieben Tage weiter. „Ich hatte heute ein gutes Gefühl, das Trainingslager hat angeschlagen. Sicher kommen bei der WM in Mont Sainte Anne ein paar starke Leute dazu und der Charakter der Strecke ist ein anderer, aber ich denke mit Platz fünf habe ich gezeigt, dass ich nicht so weit weg bin“, meinte sie mit Blick auf die Weltmeisterschaft.
Das gilt auch für Anja Gradl für die an diesem Samstag in den Catskill Mountains einiges möglich gewesen wäre. Der Konjunktiv bezieht sich auf einen Hinterrad-Defekt, der sie von Rang 13 so weit zurück warf, dass am Ende nur noch Platz 21 (+8:35) möglich war. Anja Gradl zeigte sich natürlich enttäuscht, darf aber optimistisch in Richtung WM schauen. Die Verfassung ist sieben Tage vor der WM sehr viel versprechend und lässt zum Saisonhöhepunkt einiges erhoffen.
Sabine Spitz und Mona Eiberweiser hatten auf das Weltcup-Finale zugunsten der WM-Vorbereitung verzichtet.
Weitere Informationen unter www.centralproteam.de