Hauptmenü
MTB News > August 2011
Rothaus Poison-Bikes: Weltmeisterschaft in Champéry (Sui) - „Alles raushauen was noch drin ist“
Drei Biker aus dem Team Rothaus Poison-Bikes sind bei der am Mittwoch beginnende Weltmeisterschaft dabei. Alexandra Engen und Christian Pfäffle bestreiten am Auftakt-Tag das Staffelrennen für das schwedische und das deutsche Team. Pfäffle fährt am Donnerstag das Junioren-Rennen, Hanna Klein und Alexandra Engen sind am Samstag in der Elite-Kategorie dabei.
Auf Christian Pfäffle (Neuffen) ruhen in diesem Jahr die größten Hoffnungen von Nachwuchs-Bundestrainer Peter Schaupp. Ein Medaillenaspirant ist der Deutsche Juniorenmeister zwar nicht, einen Platz unter den besten Fünf traut Schaupp ihm aber zu. Gerade auch auf der 4,8 Kilometer langen Strecke, die mit unzähligen Wurzelpassagen als sehr schwierig gilt. Christian Pfäffle selbst glaubt auch, „wenn es richtig gut läuft“, sei ein fünfter Platz drin. Dass er auf der Strecke Vorteile haben wird, sieht er selbst nicht unbedingt so. „Es ist ist gut für mich, aber es gibt auch andere Fahrer, die das richtig gut können“, mein Pfäffle. Einer davon ist der Neuseeländer Anton Cooper, der nach seinen beiden Weltcupsiegen in Nove Mesto und Val di Sole als Topfavorit gehandelt wird. „Die Strecke fordert den ganzen Körper, nicht nur die Beine“ weiß Pfäffle. Am Mittwoch fährt er für das deutsche Team. „Die Staffel wird die Generalprobe“, meint der 18-Jährige.
Gemeinsam mit Olympiasiegerin Sabine Spitz (Murg-Niederhof), Manuel Fumic (Kirchheim/T.) und vermutlich Marcel Fleschhut (Mosbach) bildet er das Quartett des Bund Deutscher Radfahrer (BDR). Eine Prognose lässt sich kaum anstellen, auch wenn Pfäffles drei Kollegen 2010 Mitglieder der WM-Silberstaffel waren.
Engen: In der Elitekategorie ankommen
Teamkollegin Alexandra Engen wird am Mittwoch Pfäffles Gegnerin sein. Sie fährt im schwedischen Team. „Vollgas“ wie sie sagt. Eine schnelle Runde, das ist für sie kein Problem. Und sie genießt es für die Equipe ihres Heimatlandes zu fahren. „Wir haben immer eine super Stimmung“, sagt Engen. Hauptaugenmerk liegt bei ihr selbstverständlich auf dem Elite-Rennen am Samstag. „Ich bin die ganze Saison eigentlich immer stärker geworden. Jetzt fühle ich mich gut und bin fokussiert“, erklärt Engen. Es ist ihre erste Elite-WM. Mental steuert Engen Champéry mit einem anderen Gefühl an als 2010, als sie eigentlich nur den Titel in der U23-Kategorie im Blick hatte. „Klar ist das ein Unterschied. Dieses Jahr ist die WM nicht mein Hauptziel. 2010 war ich schon drei Wochen vorher in meiner Blase“, erklärt sie und meint damit ihre komplette Konzentration auf die WM. Was für sie mit dem Weltmeistertitel ja auch gut ausging. „Für mich geht es in Champéry darum, gut in die Elite-Kategorie rein zu kommen. Ich werde alles raus hauen, was noch drin ist“, sagt sie. Bei der EM ist ihr das mit Rang 14 ja auch schon gelungen.
Hanna Klein macht die Strecke Spaß
Für Hanna Klein liegt ein echtes Erfolgserlebnis schon ein paar Monate zurück. Die knapp 24-Jährige Freiburgerin fuhr zuletzt mehr oder weniger konstant, das aber unter dem Niveau, das sie von sich selbst erwartet. Warum das so ist, das ist ihr selbst nicht klar. Die Hitze in den Juli- und August-Rennen könnte eine Rolle gespielt haben. Hanna Klein hat damit jedenfalls ihre Probleme. Im Training war jetzt auch nicht mehr viel zu korrigieren. „Ich hoffe, es wird nicht heiß. Die Strecke in Champéry macht mir jedenfalls Spaß“, sagt sie. Mit Rang 16 hat sie dort 2009 ihr bisher bestes Weltcup-Resultat erzielt. Damit kann sie zumindest mit guten Erinnerungen ins Schweizer Wallis fahren. „Ich kann in meiner Situation nicht viel erwarten. Ich versuche einfach alles zu geben, was ich habe und Spaß am Rennen zu haben“, erklärte sie vor der Abreise.
Gastfahrerin Rissveds hofft auf die Top-Ten
Die Schwedin Jenny Rissveds, die bei deutschen Rennen für Rothaus Poison-Bikes als Gastfahrerin in die Pedale tritt, fährt am Donnerstagnachmittag das Rennen der Juniorinnen. Die Schwedin hat bei der Europameisterschaft als Vierte zu überzeugen gewusst. Der Kurs in Champéry kommt ihr vielleicht nicht so entgegen wie die EM-Strecke, aber für ein Top-Ten-Resultat könnte es in ihrem ersten Jahr in der Kategorie der Juniorinnen durchaus reichen.
WM-Zeitplan
Mittwoch, 31. August
15 Uhr Juniorinnen (mit Jenny Rissveds)
17 Uhr Team-Relay (mit Alexandra Engen u. Christian Pfäffle)
Donnerstag, 1. September
15 Uhr Junioren (mit Christian Pfäffle)
17 Uhr U23 Damen
Freitag, 2. September
17 Uhr U23 Herren
Samstag, 3. September
13.30 Uhr Damen (mit Alexandra Engen u. Hanna Klein)
16.30 Uhr Herren
Weitere Informationen unter www.rothaus-poison-bikes.de