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MTB News > September 2011
Finale Mountainbike Bundesliga Bad Salzdetfurth, 25.11 2011 - Saisonende nach Ellenbogenbruch - Unerfreuliches Bundesliga-Wochenende für das Central Haibike Pro Team: Sabine Spitz verletzt, Elisabeth Brandau auf Rang 9
Olympiasiegerin Sabine Spitz stürzte beim Training in Bad Salzdetfurth unglücklich und brach sich den Radius-Kopf des linken Ellenbogens. Elisabeth Brandau fand beim Rennen am Sonntag nach Schaltproblemen keinen Rhythmus und wurde im letzten Bundesliga Rennen des Jahres Neunte. In der abschließenden Gesamtwertung belegt sie als beste Deutsche, Rang 6.
Viel schlimmer hätte es beim Bundesliga-Finale im Harz kaum kommen können. Sabine Spitz wagte sich am Samstag zum ersten Mal an ein Sprint- Rennen. Doch das große Malheur passierte schon beim Warmfahren. Sie trat aufgrund eines technischen Problems plötzlich ins Leere, flog schräg über den Lenker und prallte mit dem Arm auf den Boden. Erst einmal schien alles in Ordnung, lediglich eine Platzwunde am Knie und leichte Schmerzen im Unterarm waren die unmittelbare Folge. Deshalb trat die Deutsche Meisterin zu ihrem ersten Bundesliga-Sprint mit Qualifikations-Lauf und Finale auch noch an und wurde Fünfte. Selbst eine Trainingrunde auf dem sehr anspruchsvollen 4,5km langen Rundkurs in Bad Salzdetfurth war noch möglich. Am späten Abend verschlimmerten sich die Schmerzen im Ellenbogen aber deutlich und nach einer unangenehmen Nacht fuhr sie am Morgen ins Krankenhaus nach Hildesheim. Dort wurde der Bruch des Radius-Köpfchens festgestellt. Eine Gips-Schiene war unvermeidlich. „Die Saison ist damit gelaufen. Das ist wirklich schade, denn ich wollte im Finale nochmals um den Sieg mitfahren und hatte mich deshalb gut vorbereitet“, zeigte sich Sabine Spitz nach der Hiobsbotschaft frustriert. Der geplante Start bei der Marathon-Worldseries in Ornans (Frankreich) am kommenden Wochenende fällt damit ebenfalls flach. Ob operiert werden muss, soll erst noch abgeklärt werden. Für Sabine Spitz ist das damit der Schlusspunkt einer Saison mit vielen Problemen, die immer wieder den Formaufbau störten und bessere Resultate verhinderten.
Für Elisabeth Brandau gab es unter dem Eindruck der Verletzung ihrer Teamkollegin auch kein Erfolgserlebnis. Sie war am Anfang des Rennens noch gut dabei. Doch dann verlor sie durch Schaltprobleme auf der extrem trockenen und ruppigen Runde den Rhythmus. „ Die Beine wären eigentlich gut gewesen“, erzählte Elisabeth Brandau. Mehr als Rang neun, 5:27 Minuten hinter Siegerin Irina Kalentieva (Russland, 1:20:30 Stunden), war so nicht drin. In der Bundesliga-Gesamtwertung reichte das als beste Deutsche zu Platz sechs, während Sabine Spitz das Klassement als Achte abschloss.
Kathrin Stirnemann wagte sich derweil in Baden (Schweiz) auf das Radcross-Terrain. Nach einem guten Start lag sie auf Rang drei, fiel aber durch einen Sturz auf Platz acht zurück. Am Ende wurde sie mit der schnellsten Rundenzeit noch sechste. „Der Sturz ist ärgerlich, aber es hat Spaß gemacht“, meinte Stirnemann, die 1:54 Minuten hinter Ex-Weltmeisterin Hanka Kupfernagel (Werder) ins Ziel kam.
Weitere Informationen unter www.centralhaibikeproteam.de
Fotos: EGO Promotion