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MTB News > April 2012

Weltcup-Podium in Houffalize - Beim ersten MTB-Eliminator Weltcup schafft Kathrin Stirnemann den Sprung unter die Top 5. Pech für das Sabine Spitz Haibike Pro Team beim Cross-Country.


Im Rahmen des zweiten Cross-Country Weltcup des Jahres in Houffalize wurde zum ersten Mal überhaupt in der Mountainbike-Geschichte ein Mountainbike-„Eliminator“ Weltcup ausgetragen. Bei dieser Premiere schaffte Kathrin Stirnemann (SUI) vom Sabine Spitz Haibike Pro Team auf Anhieb den Sprung auf das fünfköpfige Weltcup-Podium und durfte damit das hellblaue Haibike Team-Trikot beim geschichtsträchtigen Siegerfoto präsentieren. „Das war ein geniales Gefühl und ich bin sehr glücklich über diesen Erfolg“ freute sich die junge Schweizerin. Dabei wäre vielleicht sogar noch ein wenig mehr möglich gewesen, wenn sie auf ihrem 29er Haibike „Greed“ keinen so schlechten Start im Halbfinale gehabt hätte. Der ist, aber bei einer Renndistanz von rund 1:45 Min in der jeweils vier Fahrer(innen) gegeneinander antreten entscheidend. So verpasste sie nur knapp den Einzug in das Finale. Dafür siegte Kathrin Stirnemann in überzeugender Manier im kleinen Finale und beleget so Rang 5 in der Eliminator-Wertung.

Im Cross-Country Weltcup am Sonntag gab für das Haibike Team von Sabine Spitz leider nichts zu feiern. Nach einem perfekten Start lag die Olympiasiegerin nach knapp 1,5 Runden zwar aussichtsreich auf Position 5, ein aufgeschlitzter Hinterrad-Reifen zerstörte dann aber alle Chancen auf eine Top-Platzierung. Tereza Hurikova hatte ebenfalls Pech und fiel nach dem Start mit Schaltproblemen weit zurück. Auf der sehr schweren Cross-Country Strecke in den belgischen Ardennen kämpfte Kathrin Stirnemann noch mit den Nachwehen des Eliminator-Rennens vom Freitag und konnte deshalb ihr Leistungsvermögen nicht voll abrufen.

Nach dem Erfolg in Sprint Rennen für das Sabine Spitz Haibike Pro Team mit der ersten Top 5 Weltcup-Platzierung des Jahres, sollte das gleiche nochmals im Olympischen Cross-Country wiederholt werden. Und nach der ersten Runde sah es tatsächlich auch so aus, als ob dies auch gelingen sollte. Sabine Spitz hatte einen blendenden Start und führte das Feld in den ersten Anstieg. Daraus selektierte sich eine gut 10-köpfige Spitzengruppe der auch die Deutsche Meisterin angehörte. Auf Rang 5 liegend ereilte sie dann in der zweiten Abfahrt allerdings das Pannenpech. Eine Steinplatte schlitzte den Hinterradreifen auf, so dass die Luft schlagartig entwich. Das lange Stück zu Fuß in die „Techzone“ kostete viel Zeit, viele Plätze und vor allem auch der Rhythmus. Dazu kam die Kälte, die es zusätzlich erschwerte wieder ins Rennen zu finden. Erst in der letzten Runde wurden die Beine wieder etwas lockerer und Sabine gelang es mit viel Kampfgeist Platz 22 zu erobern und wertvolle Weltranglisten Punkte zu sichern. „Schade, heute wäre sicher mehr möglich gewesen, aber man muss es halt so akzeptieren“ zeigte sich Sabine Spitz im Ziel sehr enttäuscht.

Sehr enttäuscht war auch Tereza Hurikova (CZE). Eine auf dem ruppigen Untergrund herunter gesprungene Kette, lies sie schon gleich nach dem Start weit zurückfallen. Zwar machte sie schnell wieder einige Plätze gut, doch ihre gute Form konnte sie nicht wirklich unter Beweis stellen. Erst in der letzten Runde hatte sie auf dem engen Kurs nochmals richtig freie Fahrt und zaubert prompt die sechstschnellste Rundenzeit hin. Damit schob sie sich gleich um 11 Plätze auf Rang 39 nach vorne. „Es ist wirklich frustrierend, wenn man gleich nach dem Start schon alle Chancen auf eine Top-Platzierung verliert, obwohl man sich eigentlich gut fühlt. Beim meinem Heimrennen in vier Wochen werde ich dann hoffentlich mehr Glück haben und zeigen können, dass ich gut drauf bin“, gab sich die Tschechische Meisterin kämpferisch.

Für Kathrin Stirnemann war beim zweiten Cross-Country Weltcup einfach nicht mehr drin. Noch müde von den fünf „Sprint“-Einsätzen am Freitag war die Tagesform nicht die Beste, und es fiel ihr schwer auf den steilen 250 Höhenmetern pro 4,7 km Runde richtig Druck zu machen. „Das ist sicher auch eine gute Erfahrung für mich, auch wenn ich mit dem Resultat nicht zufrieden sein kann“ sagte Kathrin Stirnemann im Ziel.

Fotos: EGO-Promotion

Weitere Informationen unter www.haibike.de/proteam


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