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MTB News > Mai 2012
Charmanter Van Der Ploeg Dauergast auf dem Weltcup Podium: Rang zwei im Eliminator Sprint von Nove Mesto
Paul van der Ploeg hat sich im tschechischen Nove Mesto den zweiten Platz im Eliminator Sprint gesichert und feiert damit bereits den zweiten Podiumsplatz im zweiten Sprintweltcup der Saison. Mit seiner charmanten Art und dem explosivem Antritt fährt sich der junge Australier Dauergast auf dem Sprintpodium und fährt sich in die Herzen des Publikums. Der Experte für den spannenden Vergleich Mann-gegen-Mann hatte schon in der Qualifikation die schnellste Zeit hingelegt und blieb als einziger Fahrer auf dem 1,1 Kilometer langen Kurs unter der Grenze von 1:50 Minuten. Der Körper voll mit Adrenalin, die Nerven gespannt, die Muskeln bereit – trotzdem nahm sich der Showman noch in der Startbox Zeit, einen charmanten Gruß an die zahlreiche Fans an der Strecke und zu Hause zu schicken. Seine lockere Art macht ihn zum Liebling der Fans. Im Viertel- und Halbfinale lies der junge Australier nichts anbrennen. Der Kurs in Tschechien war wie auf ihn zugeschnitten. Ein kräfteraubender Start, ein langgezogener Anstieg, ein technischer Drop und die lange Zielgerade. Brennende Oberschenkel garantiert! Entscheidend: Die letzte Kurve vor der Zielgerade. Genau dort spielte der Australier im Viertel- und Habfinale seine Power aus zog der Konkurrenz davon. Seinem unwiderstehlichen Antritt konnte niemand folgen – das Final Ticket hatte van der Ploeg sicher!
Dann der Showdown!
Im Finale startete Van der Ploeg auf der ungünstigen äußersten Bahn und ging trotz des weiteren Weges Seite an Seite mit dem Führenden in die erste Kurve. Taktisch klug nahm er sich nach 500 Metern etwas zurück und lauerte im Windschatten auf seine Chance. Gemeinsam kamen alle sechs Fahrer zum Drop. Etwa fünf Meter vor der technischen Passage trat dann Sepp Freiburghaus an. In keinem Lauf zuvor hatte ein Fahrer diese ungewöhnliche Stelle für einen Angriff gewählt. Damit hatte Freiburghaus die Konkurrenz kalt erwischt. Van Der Ploeg schaltete am schnellsten und hing sich an Freiburghaus, doch die Lücke konnte Paul van der Ploeg trotz eines fulminanten Schlusssprints nicht mehr schließen. Mit Rang zwei kann der Sprintspezialist mehr als zufrieden sein. Doch neben großer Freude im Ziel erst einmal Kopfschütteln: „Er hat uns alle überrascht. Bei den Eliminator Rennen geht es um Taktik bei maximaler Geschwindigkeit. Mit seiner Attacke vor dem Drop hat keiner gerechnet. Das hat ihm auf der Zielgeraden die entschiedenen Meter gebracht. Ich freue mich riesig über den zweiten Platz, das ist ein großartiges Ergebnis, aber ich hätte hier zu gewinnen können“, erklärte van Der Ploeg sein Kopfschütteln beim Überfahren der Ziellinie.
Litscher erfolgreich zurück
Seine Teamkollegen Thomas Litscher und Simon Scheiber schieden in Runde 1 aus. Trotzdem kann U23 Weltmeister Thomas Litscher das Rennen als Erfolg verbuchen. Nach überstandener Operation war es für Litscher der erste Einsatz auf dem Rad. Mit Rang 4 in der Qualifikation kann der junge Schweitzer mehr als zufrieden sein.
Simon Scheiber absolvierte die Qualifikation als Zehnter, schied jedoch wie Litscher in der ersten KO Runde aus.
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Photo: Armin Küstenbrück