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MTB News > Juni 2011

Zwei Podestplätze für GHOST Factory Racing in Albstadt - Johanna Techt der Pechvogel des Tages


Podestluft schnupperten die bei der DM in Albstadt angetreten Fahrerinnen des GHOST Factory Racing Teams, mit Johanna Techt, die im Rennen der U19 deutsche Vizemeistern wurde, und Mona Eiberweiser, die als mit Abstand jüngste der Elitedamen-Konkurrenz als fünfte das Podest erklomm. Anja Gradl musste mit dem für sie indiskutablen 12. Rang vorlieb nehmen, als sie - nicht zum ersten Mal in dieser für sie unglücklich verlaufenden Saison - einmal mehr von Sturzpech verfolgt wurde und schwer verletzt heimkehrte.

Wenn es im Sport einen „moralischen Sieg“ geben würde, hätte ihn die noch als deutsche U19-Meisterin angetretene Johanna Techt verdient. Nicht unerwartet fuhr sie bereits in der ersten von vier Runden einen eineinhalbminütigen Vorsprung auf die spätere Siegerin Lena Putz heraus, der ihr am Ende des ereignisreichen Rennens nicht reichen sollte: Sturz in Runde zwei, Bruch des Bremshebels und Vorderrad-Defekt. Den Rest dieser Runde eilte sie im Laufschritt zur Tech-Zone 1, erhielt dort nur das Vorderrad und musste sich ohne Bremshebel bergab bis zum zweiten Pit hinunterzittern, ehe der Defekt mit einer kaum für zeitlich möglich geglaubten Leistung des GHOST-Teammechanikers behoben wurde. „Ich war ganz aus dem Rhythmus, meine Beine waren kalt. Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich wieder richtig fahren konnte,“ so Techt nach dem Rennen. Wieder auf dem Rad, hatte Manager Tom Wickles ihr sodann den unverschämten Auftrag mitgegeben, den Hügel von Albstadt zu stürmen, und das hat sie mit absurder Selbstverständlichkeit getan. Johanna Techt gab nie auf, auch als sie Lena Putz, Majlen Müller und Saskia Hauser vorbeiziehen lassen musste, und machte es nun richtig spannend. Bereits Ende der dritten Runde fand sie sich bereits wieder auf Platz zwei. Doch es reichte nicht ganz, denn Lena Putz blieben von ihrem eineinhalbminütigem Vorsprung auf der Zielgeraden gerade noch hauchdünne drei Sekunden Vorsprung auf Johanna. Der Siegerin faire Geste im Ziel „…es tut mir auch leid für Johanna. Dass sie die Stärkere von uns beiden ist, hat sie in Offenburg gezeigt. Aber so ist Mountainbike", ist Lena Putz nicht hoch genug anzurechnen, denn verdient hat sie den Sieg in einem von Regengüssen begleiteten Rennen allemal. Johannas Wunsch nach Rennverlängerung blieb ihr natürlich verwehrt, als sie im Ziel schon wieder gefasst sagte „Ich wünschte es wäre eine Runde länger gegangen. Aber es werden heuer noch zwei Mal Medaillen verteilt. Diese Chancen möchte ich nutzen“.

Im Eliterennen der Frauen versuchte Mona Eiberweiser gleich in der ersten Runde nicht den Eindruck zu erwecken, dass sie nach Albstadt gekommen war, um Almosen zu verteilen. Nicht zuletzt motiviert durch die zu tausenden an der Strecke stehenden Zuschauer, die die Fahrerinnen den langen Anstieg hinauf brüllten und ratschten, versuchte Mona alles, ihre Klasseleistung von Offenburg im Bullentäle von Albstadt zu wiederholen. Jedoch reichte es hinter den arrivierten Granden des Mountainbike-Sports noch nicht für die erst 20-jährige Wahl-Freiburgerin, ihr Können in einen besseren als den fünften Platz umzuwandeln. 2:57 min Rückstand hatte sie am Ende auf Siegerin Sabine Spitz. „Ich kann noch viel verbessern, meine Beine fühlten sich heute nie richtig gut an, ich habe den nötigen Druck nicht aufbauen können,“ war Monas Fazit, nachdem sie aus der Höhenluft des Podiums heruntergestiegen war.

Weitere Informationen unter www.ghost-factory-racing.com


Fotos ©GHOST-Bikes


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