Hauptmenü
MTB News > Juli 2011
Rothaus Poison-Bikes: Weltcup in Windham (NY), USA - Engens kluge Strategie
Alexandra Engen vom Team Rothaus Poison-Bikes ist zum ersten Mal in dieser Saison beim Weltcup in die Top 20 gefahren. Die Schwedin wurde mit einer starken Schlussrunde noch 20. Hanna Klein kam über Rang 34 nicht hinaus. Die beiden Athletinnen vom Team Rothaus Poison-Bikes saßen 30 Meter von der Ziellinie entfernt im Gras und die Unterschiede hätten großer kaum sein können. Alexandra Engen kümmerte sich ein wenig um ihre körperlich und mental völlig erschöpfte Teamkollegin Hanna Klein. Die hatte etwas Trost nötig. 14 Plätze lagen im Klassement des fünften Weltcup-Rennens der Saison zwischen der Schwedin und der Freiburgerin. Nur 14 Plätze und doch waren es irgendwie Welten.
Zwei Runden lang hatte Alexandra Engen das Rennen über 28,7 Kilometer hinter Hanna Klein bestritten. Ganz bewusst hatte sie sich in der ersten Hälfte der Konkurrenz zurück gehalten. Um dann noch Reserven zu haben. In den verbleibenden drei 5,68 Kilometer langen Schleifen kletterte sie Position um Position und in der Schlussrunde gelang ihr sogar die viertbeste Zeit. „Ich bin glücklich, meine Strategie ist aufgegangen. Ich hatte einen Plan und der hat funktioniert. Ich bin glücklich“, sagte die U23-Weltmeisterin, nachdem sie das Ziel als 20., 6:14 Minuten hinter der Siegerin Julie Bresset (Frankreich, 1:35:36) erreicht hatte. Kurz vor dem Ziel konnte sie Eva Lechner (Italien), eine Weltcup-Siegerin aus dem Vorjahr, noch abfangen. Damit hat Engen ihr bisher bestes Saisonergebnis realisiert und ihren Aufwärtstrend bestätigt.
Hanna Kleins Gemütslage war auf der anderen Seite der Skala. „Vielleicht bin ich echt nicht fit“, sagte sie und schüttelte den Kopf. Die Enttäuschung stand ihr ins Gesicht geschrieben. Eine Erklärung für Rang 34 (+11:21), die gleiche Platzierung, mit der sie schon eine Woche zuvor so unzufrieden war, hatte sie nicht parat. Weiter vorne als Platz 29 war sie nie gekommen. „Zwischendrin ging es mal besser, aber am Ende hat mir total die Kraft gefehlt“, gestand sie.
Da in Windham ähnlich heiße Wetterbedingungen herrschten wie in Mont Sainte Anne, fehlte ihr auch dieser Anhaltspunkt für eine Erklärung. „Wenn ich auch bei kühleren Temperaturen schlecht gefahren wäre, dann wüsste ich wenigstens, dass es daran nicht liegen kann. Aber jetzt war es wieder heiß und ich weiß ja, dass mir das nicht liegt“, meinte sie noch. Zuhause muss sich die Sportstudentin jetzt an die Analyse machen, bevor es an die Vorbereitungen für die nächste Wettkampfperiode geht. So richtig nachvollziehbar ist der Rückschritt nicht, nachdem sie im Mai im Dalby Forest noch 19. war. in Abwesenheit von Sabine Spitz war Adelheid Morath (Freiburg) als 14. beste Deutsche.
Weitere Informationen unter www.rothaus-poison-bikes.de
Photos: © 2011 EGO-Promotion
Photographen: Armin M. Küstenbrück - EGO-Promotion / Marius Maasewerd - EGO-Promotion




