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MTB News > März 2012
Multivan Merida Biking Team: Erste Siege in der jungen Season
In zwei Wochen beginnt die Worldcup-Saison und damit der Countdown für die Olympischen Spiele von London. Bei der Vorbereitung gehen die Fahrer des «Multivan Merida Biking Teams» ganz verschiedene Wege.
José Hermida und seine Kollegen vom «Multivan Merida Biking Team» waren beim «Andalucia Bike Race» die sportlichen Aushängeschilder. Und sie wurden ihrer Favoritenrolle gerecht: Beim Etappenrennen trat Hermida zusammen mit Rudi van Houts an, Hannes Genze und Andreas Kugler waren als zweites Duo fürs «Multivan Merida Biking Team» am Start. Prompt konnten José Hermida und Rudi van Houts nicht weniger als drei der sechs Etappen gewinnen, bei den anderen drei Etappen fuhren sie jeweils auf Rang Zwei. Auch Hannes Genze und Andreas Kugler sicherten sich zwei Tagessiege und damit den zweiten Platz in der Gesamtwertung, gut 6 Minuten hinter den siegreichen Teamkollegen.
Erst in der letzten Etappe konnte mit dem Danish Olympic Team ein anderes Duo einen Tagessieg feiern. So wurde das «Multivan Merida Biking Team» der Favoritenrolle bei diesem Rennen vollauf gerecht. «Von uns wurde viel erwartet, und wir haben die Fans nicht enttäuscht», kommentiert José Hermida das Etappenrennen. «Zuerst haben wir uns auf die Führung in der Gesamtwertung konzentriert, danach konnten wir Hannes und Andreas helfen, ihren zweiten Platz abzusichern. Abgesehen von einigen Platten lief alles rund, so dass ich für die Olympiasaison sehr zuversichtlich bin.»
Auch Hermidas Partner Rudi van Houts war vollauf zufrieden: «José und ich konnten immer von der Spitze fahren. Das stimmt mich im Hinblick auf den Worldcup-Auftakt in Pietermaritzburg sehr zuversichtlich, zumal dieses Rennen ideal war, um den Rennrhythmus wieder zu finden.» Nach dem zweiten Rang in der Gesamtwertung meinte Hannes Genze: «Wir sind mit unserem Abschneiden zufrieden, zumal ich mich im Verlauf der Rundfahrt steigern konnte. In den nächsten zwei Wochen werden wir uns von dieser harten Belastung erholen und dann in ein paar gezielten Trainings die letzten, noch fehlenden Prozente zur Topform für die Cape Epic erarbeiten.»
Jochen Käß wollte sich beim «Afxentia Stage Race» auf Zypern die notwendige Wettkampfhärte holen. Aber in der Woche vorm Rennen setzte ihn eine schwere Erkältung für fünf Tage ausser Gefecht, so dass Käß nicht wie geplant auftrumpfen und vorne mitfahren konnte. «Ich musste mit gezogener Handbremse starten, und so entsprachen die Resultate nicht meinen Erwartungen. Aber ich konnte mich von Tag zu Tag steigern. So kann ich doch noch ein positives Fazit ziehen», meint Käß zu seinen ersten Rennen der Saison 2012. Bevor Käß für den Worldcup-Auftakt nach Südafrika reiste, nahm er noch am letzten Rennen des «Cyprus Sunshine Cup» Teil. Mit einer Siegerzeit von knapp unter eineinhalb Stunden war dies ein guter Test vor dem Worldcupauftakt, und mit Rang Neun zeigt die Tendenz bei Käß nun wieder in eine erfreuliche Richtung.
Anders als seine Teamkollegen befindet sich Ralph Näf schon länger in Südafrika. Im Februar trat Näf bei einigen Strassenrennen und Kriterien an. Mit einem zweiten Rang holte sich der Schweizer bei der «Cycle Classic Stellenbosch» die beste Platzierung. Und das Selbstvertrauen, um sich in der harten Vorselektion gegen seine Landsleute durchzusetzen. Denn die Schweiz hat an Olympia nur drei Startplätze zur Verfügung, für die ein Dutzend Fahrer in Frage kommen. Dass wieder mit ihm zu rechnen ist, zeigte Ralph Näf beim Etappenrennen «Grape Escape»: Am ersten Tag warf ihn noch ein Platten aufm letzten Kilometer auf Rang Zwei zurück, am zweiten Tag gewann Näf solo und übernahm damit die Führung im Gesamtklassement. Am dritten und letzten Tag distanzierte Ralph Näf alle Konkurrenten um zwei und mehr Minuten und sicherte sich den Gesamtsieg.
Erstmals so richtig ernst gilt es für die Fahrer des «Multivan Merida Biking Teams» am Wochenende vom 17. und 18. März: Dann wird im südafrikanischen Pietermaritzburg der erste Lauf des Crosscountry-Worldcups ausgefahren. Eine Woche später startet dann ebenfalls in Südafrika das legendäre, einwöchige Etappenrennen «Cape Epic».
Weitere Informationen unter www.team-multivan-merida.com