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MTB News > Juli 2011

GHOST Factory Racing Team kommt beim Mountainbike-Weltcup in Kanada richtig in Fahrt.


Von Lisi Osl´s bester Weltcup-Platzierung, Katrin Leumann´s „farbenfrohem Körper“ und Anja Gradl als bester Deutschen Fahrerin. Erleichtert und mit stolz geschwellter Brust war sich Team-Manager Tom Wickles angesichts der Ausfälle vieler bekannter Fahrerinnen beim vierten Weltcup-Rennen der Saison im Kanadischen Mont Sainte Anne sicher, dass „unser GHOST Factory Racing Team so langsam in Fahrt kommt. Ich bin froh, dass alle drei heil ins Ziel gekommen sind.“ Dabei durfte er sich nicht nur über die Einzelleistungen seiner Schützlinge freuen, sondern auch darüber, dass seine Crew die zweitschnellste in der Team-Tageswertung war.

Bei Lisi Osl geht es wieder steil bergauf. Mit Platz sechs hat sie ihr bestes Weltcup-Saisonergebnis eingefahren. „Ich bin total happy, dass ich den Anschluss in den Top Ten wieder geschafft habe“ sagte sie überglücklich im Ziel. Dass sie den Sprung aufs Podest nur um neun Sekunden verpasst hatte und sich im für sie „extrem harten Rennen“ im Finish der Kanadierin Marie Helen Premont geschlagen geben musste, wurmte sie schon ein wenig. „Aber der Rückstand auf das Podium hält sich in Grenzen, und ich freue mich schon aufs kommende Weltcup-Wochenende in Windham, USA“.

Nur ganz knapp verfehlte Anja Gradl auf der mit vielen Laufpassagen und technischen Schwierigkeiten gespickten Strecke ihr Ziel, unter die besten 20 zu fahren, und ist trotzdem nicht so recht zufrieden. „Ich bin ohne Sturz und Defekt durchgekommen, das ist schon mal was“, sagte sie und schaut dabei Richtung Europameisterschaft, weil Bundestrainer Frank Brückner ihr als Nominierungskriterium einen Top-20-Platz im Weltcup auferlegt hat. Deshalb ist es für sie nur ein kleiner Trost, dass sie mit 10:02 Minuten Rückstand auf die Siegerin diesmal als beste Deutsche auf Rang 23 landete.

Katrin Leumann gelang wieder ein optimaler Start, sie setzte sich gleich aus der zweiten Reihe an die Spitze des Feldes und gab diese Position in der Startrunde nicht mehr ab. Bedingt durch Stürze vor ihr liegender Fahrerinnen konnte sie in Runde zwei nicht mehr ausweichen: "Ich bin aus dem Pedal gefallen, fiel über den Lenker und verlor viel Zeit.“. Bei einem erneuten Sturz in der letzten Runde war der Aufprall war dann etwas heftiger, so dass sie neben Prellungen auch noch mit einer blockierten Gabel über eine halbe Runde zu Ende fahren musste. "Es tat mir alles weh und ich konnte mich nicht mehr für einen Kampf mit meinen Gegnerinnen motivieren, ich führte gerade einen Kampf gegen mich". Die Europameisterin erreichte schließlich das Ziel auf dem 16. Platz und war, wenn auch um Jahre „gealtert“, einigermaßen zufrieden und gleich zu Späßen aufgelegt: „Ich wusste gar nicht, dass mein Körper so farbenfroh sein kann...fühle mich wie 100-jährig!!! Die anschließende, Frust-killende Einkaufstour bei McDonalds war dann auch gut fürs Gemüt: „Ich war heute der Sturzpilot und überlebte nach zwei harten Niedergängen auf dem 16. Rang.“

Foto: ©GHOST-Bikes

Weitere Informationen unter www.ghost-factory-racing.com


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