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MTB News > Juli 2011
Rothaus Poison-Bikes: Weltcup in Mont Sainte Anne - Engens bestes Saisonergebnis
Alexandra Engen vom Team Rothaus Poison-Bikes hat beim Weltcup im kanadischen Mont Sainte Anne Rang 24 belegt. Nach einem starken Start muss sie ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Hanna Klein kam mit den Bedingungen nicht zurecht und beendete das Rennen auf Rang 34.
Für Alexandra Engen begann das vierte Weltcup-Rennen der Saison besser als alle drei anderen zuvor. Die Schwedin tauchte in der ersten Runde an 16. Position auf. „Es war eigentlich gar nicht so gedacht. Ich wollte langsam anfangen, so wie ich das vor einem Jahr bei der WM auch gemacht habe. Doch die Beine haben sich so gut angefühlt. Dann bin ich einfach gefahren“, erzählte Engen im Ziel.
Zwei Runden lang ging das forsche Tempo gut, dann musste sie Tribut zollen. „Ich denke, ich habe ein wenig überzogen.“ Diesen Fehler verzeiht das Gelände in Mont Sainte Anne nicht. Erholungsphasen sind auf dem 4,5 Kilometer langen Kurs nicht vorgesehen. Zu steil sind die Anstiege, zu schwierige die Abfahrten. Engen fiel bis auf Rang 25 zurück, konnte in der Schlussrunde noch eine Position zurück erobern und überquerte mit 10:16 Minuten Rückstand auf die Kanadierin Catharine Pendrel (1:38:23 Stunden) die Ziellinie. „Ich bin nicht super zufrieden, aber es war mein bestes Rennen dieses Jahr“, bilanzierte die U23-Weltmeisterin.
Hanna Klein beendete die 22,8 Kilometer mit 18:06 Minuten Rückstand als 34. und war danach völlig bedient. Die eigentlich gute Fahrtechnikerin stürzte mehrfach. Einmal prallte sie dabei mit dem Kopf gegen einen Baumstumpf. Zudem war schon die unmittelbare Rennvorbereitung schief gegangen, denn als sie die Unterkunft in Richtung Strecke verließ, da ging die Bremse nicht. „Ich habe mich nur zehn Minuten lang mit Julian Schelbs Fahrrad einfahren können, weil man die Bremse richten musste“, erzählte sie im Ziel. Überdies hatte Hanna Klein mit der hohen Luftfeuchtigkeit und den Temperaturen um 27 Gradl Celsius ihre Probleme. „Ich habe mich gefühlt, wie im Neopren-Anzug. Mir wurde berghoch immer schwarz vor Augen. Deshalb bin ich auch mehrfach im Downhill gestürzt“, meinte sie. Damit war ihre Gesamtleistung völlig aus den Fugen geraten und entsprechend verzweifelt saß sie nach dem Rennen am Boden. Im doppelten Sinne des Wortes. „Ich haben ans Aufgeben gedacht, aber ich wollte nicht aufgeben“, bekannte Hanna Klein.
Mit ihrem Durchhaltevermögen rettete sie immerhin Rang 28 in der Gesamtwertung, einen Platz hinter Alexandra Engen. Die an diesem Tag drittplatzierte Julie Bresset (Frankreich) führt die Wertung weiter an. Olympiasiegerin Sabine Spitz schied nach Sturz aus. Beste Deutsche war Anja Gradl (Kastl) auf Platz 23.
Weitere Informationen unter www.rothaus-poison-bikes.de